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Tipps für den Einstieg ins Filmen mit der Fotokamera

Datum2 Juni 2019
RubrikDigital

Ob PR-Fachleuchte, Social-Media-Manager oder ambitionierte Hobbyfotografen – für alle diese Akteursgruppen wird das Bewegtbild immer wichtiger. Sowohl im Beruf – als auch privat – entpuppt sich das «schnell-mal-eben-ein Video-drehen» oft komplizierter als zunächst angenommen.

Da das Filmen eine ganz andere Herausforderung ist als das Fotografieren, vermittle ich euch die aus meiner Sicht wichtigsten Basics zum Einstieg ins Filmen mit der Fotokamera.

Um schöne, zufriedenstellende Videos zu erstellen, braucht es keine High-End-Ausrüstung. Grundsätzlich lassen sich auch mit Smartphones und Kompaktkameras Videos in hochwertiger Qualität aufnehmen. Eine etwas professionellere Kamera macht durch die vielen Bedienmöglichkeiten, dass Filmen einfacher und bietet mehr Raum für Kreativität.

Ob ihr mit einem Smartphone oder mit einer professionellen Kamera filmt, ist selbstverständlich euch überlassen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Wie auch in der Fotografie, macht Übung den Meister und Profi-Werkzeuge sind ohne Übung kein Garant für grossartige Ergebnisse.

Equipment Tipps

Achtet darauf, welches Equipment ihr mitnehmt! Unnötiges Gewicht kann auf Dauer sehr schwer werden. Nehmt genug Speicherkarten mit! Es gibt nichts Schlimmeres als kein Speicherplatz mehr zu haben, obwohl man seine Aufnahmen noch nicht im Kasten hat.
Benutzt einen Stabilisator, damit das Bild nicht unnötige Schwankungen beinhaltet. Dazu empfehle ich die Nutzung einer Steadycam oder eines Gimbals.

Eine Steadycam ist ein Stativ, dass die Kamera mittels Gewichte ausbalanciert, was zu einer stabilen Videoaufnahme führt. Der Vorteil einer Steadycam liegt in ihrer Handlichkeit und dass die Aufnahmen auf dem Bildschirm der Kamera immer ersichtlich sind.

Herausfordernd sind allerdings bodennahe Aufnahmen, da die Gewichte unten angebracht sind. Dadurch ist eine ist gewisse Distanz zum Boden notwendig.

Im Gegensatz zur Steadycam funktioniert ein Gimbal mit Batterien. Da ein Gimbal die Kamera automatisch ausbalanciert, ist die Bedienung sehr einfach. Aufnahmen in Bodennähe sind mit dem Gimbal um vieles einfacher als mit der Steadycam, da er ohne zusätzliche Gewichte auskommt. Die Nachteile eines Gimbals sind seine Grösse und dass der Bildschirm der Kamera durch die Halterung bedeckt ist, was das Filmen ein wenig umständlicher macht. Ein Gimbal ist zudem tendenziell teurer als eine Steadycam.

Kamera Tipps

Wichtig ist, dass die Kamera 50 bis 60 fps («frames per second»*) aufzeichnen kann, da sonst bei der (Nach-)Bearbeitung wenig Spielraum vorhanden ist. Ich persönlich habe eine Panasonic Lumix FZ-2000, was eine Bridge Kamera mit einem Superzoom ist. Diese Kamera gefällt mir, da ich das Objektiv nicht wechseln muss und somit nicht extra Gewicht mit mir herumtragen muss. Die Lumix FZ2000 hat zudem eine gute Bewertung, wenn es ums Filmen geht und ist mit CHF 900.00 relativ günstig im Vergleich zu anderen Kameras.

* Der fps-Wert gibt an, wie viele Bilder pro Sekunde auf eurem Bildschirm erscheinen und ist dementsprechend ein Indikator dafür, wie flüssig das Bild läuft.

Filmtipps

Gerne gebe ich euch hier ein paar Filmtipps preis:

  • Den Zoom in der Kamera benutze ich persönlich beim Filmen nicht. Während des Filmens bleibe ich immer auf derselben Distanz, verschiebe mich jeweils nur mit dem Körper näher oder weiter weg. Das Gefühl für das Einschätzen der richtigen Distanz bekommt man mit der Übung.

  • Filmt mit einer hohen Verschlusszeit, damit das Video bei schnellen Bewegungen nicht verschwommen wirkt.

  • Detailaufnahme (Nahaufnahmen) sind Extras, die in eurem Film zwei coole Effekte beisteuern. Einerseits geben sie dem ganzen Film Tiefe. Nahaufnahmen von Details machen das ganze Video auf eine eigene Art ein bisschen romantisch. Andererseits erlauben sie eine Verlängerung der Filmzeit. Dies ist häufig notwendig, da meist nicht genug gefilmt worden ist. Was mich direkt zu meinem nächsten Tipp führt…

  • Macht so viele Aufnahmen wie möglich. Besser ihr habt zu viel Material als zu wenig!

  • Filmt in verschiedenen Positionen (von unten, von oben, laufend etc.), damit das Video lebendiger wirkt.

  • Storytelling macht einen Film besser. Erzählt beim Filmen eine Geschichte – mit Anfang, Mittelteil und Ende. Benutzt dabei keine Bilder vom Ende, am Anfang!

  • Musikwahl! Nehmt euch Zeit bei der Musikwahl. Passende Musik kann eine Szene nochmals extrem aufwerten.

  • Slow-Mo-Aufnahmen geben dem Video etwas Smoothes. Mir gefällt das persönlich sehr. Wichtig ist dabei, dass die Szenen mit 50 bis 60 fps aufgenommen werden. Bei Sport oder allgemein schnelleren Bewegungen sind noch mehr fps notwendig.

Die obenstehenden Equipment-, Kamera- und Filmtipps bringen Dir allerdings nicht viel, wenn Du nicht diese nächsten Punkte mitbringst:

Das Wichtigste ist, einen Plan zu haben, denn ohne Plan fehlt auch das Ziel. Ohne den definierten Output beginne ich kein Fotografieprojekt. Die Planung stellt deshalb für uns ein wichtiger Erfolgsfaktor dar.

Die Freude und Leidenschaft dürfen beim Filmen niemals fehlen. Wenn wir die Freude der Kunden beim Betrachten unsere Videos sehen, motiviert uns das umso mehr für weitere Videos – und Deine Kunden animiertes, Deine Firma zu kontaktieren oder löst sogar einen Kauf aus.

We are Innovators und das gilt auch bei jedem Video, das ich zusammenstelle. Es gibt immer etwas Neues auszuprobieren und zu integrieren, sowohl für die Kunden als auch für mich.

Mit diesen Tipps wünsche ich euch viel Spass beim Filmen, euer Leandro (Content Manager).

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